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Samstag, 22. November 2014

und ich neulich so zum Brasilianer

Ein Hoch auf diese Zeitung!

Le Monde Diplomatique


Was für eine Zeitung!  Toll, toll, toll!

Ohne diese Zeitung hätte ich mich so etwas wie "Evangelikale in Brasilien" niemals beschäftigt. Warum auch?!?
Meine Stereotype sind oftmals eine große Hilfe. Mir war zwar klar dass Brasilien existiert und das dort viele Menschen sehr gläubig, aber eben vor allem katholisch sind. Weiterhin war mir klar dass dort alle Menschen entsetzlich arm sind, aber trotzdem unglaublich gut aussehen und astrein rasiert sind. Auf der Suche nach einem passenden Bild zum Thema "Brasilien" oder "Brazil" habe ich das wieder mal mehrfach bestätigt bekommen.

Persönlichen Kontakt hatte ich bisher nur mit zwei Brasilianern in meinem Leben. Den Namen des einen habe ich vergessen. Er war supernett und hat innerhalb kürzester Zeit astrein Deutsch gesprochen. Aus dem Wort "Hausaufgaben" hat er immer "House of Gaben" gemacht. Zumindest vom klang. Ein echt netter Typ. Zum letzten Mal im Jahr 2003 gesehen. lang ist's her.
Mein zweiter brasilianischer Bekannter hieß Vanihson oder Venison (wahrscheinlich komplett anders geschrieben) aber leider haben wir keinen Kontakt mehr. Er war auch supernett und hatte lange Haare. Irgendwann hatte er ein Kind und ging mit seiner Frau nach Wien um bei einer Bank z arbeiten. Danach verlor sich der Kontakt irgendwann im Jahr 2004.

Hm, aber arm waren beide nicht. Und Venison hatte einen Bart. Soviel zum Thema Rasur.

Trotzdem bin ich daher dankbar, dass ich dank der Zeitung "Le Monde Diplomatique" wieder mal viel mehr über Brasilien weiß. Und vor allem dass es nicht um Fußball geht.

Brasilien liebt Jesus

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014/10/10/a0045.text
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:
GO_010_-_Rio_Corumb%C3%A12.JPG

Dienstag, 2. Juni 2009

Air France 447

Mein herzliches Beileid an alle Angehörigen von Opfern des Air France Fluges 447 von Rio nach Paris.
Ich glaube einen Angehörigen durch einen Flugzeugabsturz zu verlieren ist noch gemeiner als es ohnehin schon ist. Bei alten Menschen ist der Tod ja meist „absehbar“ und kommt dann nicht völlig überraschend (was den Verlust nicht weniger fürchterlich macht).
Aber in Flugzeugen sitzen tendenziell eher Menschen die jünger oder mittleren Alters sind. Daher ist es meist noch weniger leicht zu verkraften, wenn man bedenkt was die eine oder andere Person noch vor sich gehabt hat oder möglicherweise hätte erreichen können, und was nun niemals passieren wird.
Ich will unter keinen Umständen pietätlos sein und möglicherweise hat mich mein Fernsehkonsum schon völlig abstumpfen lassen, aber ich weiß dass viele das gleiche denken und ich werde es nun aussprechen. Trotz dieser ganzen Katastrophe, bin ich „froh“ dass nun endlich auch Wrackteile gefunden worden sind. Diese ganzen Informationen die in den „Funkkontakt eine Weile abgebrochen“ und „spurlos verschwunden“ Bereich tendierten, fand ich als Zuschauer der Serie „Lost“ wirklich beunruhigend.
So, jetzt hab ich es gesagt! Und ich weiß dass viele, viele Menschen genau das Gleiche in den letzten Tagen gedacht haben, also macht mir daraus jetzt keinen Vorwurf. Und man stelle sich mal vor, dass man auf einer unbewohnten Insel stranden würde! Und aus den verschiedensten Umständen würde man nicht gefunden werden (können). Für mich persönlich ein absoluter Albtraum.
Trotz allem finde ich Fliegen (zumindest theoretisch) eine sehr angenehme Methode des Reisens. Alles was weniger als vier Stunden in der Luft ist, finde ich einfach wunderbar. Alles was länger fliegt macht dann schon keinen Spaß mehr. In diesem Sinne freue ich mich trotz allem auf meinen Flug am Donnerstag nach München. Wird mein erster Flug in diesem Jahr.