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Montag, 31. Dezember 2018

Der Jahresrückblick 2018

2018 ist vorbei und es war ein schlechtes Jahr. 
Kein sehr schlechtes Jahr wie 2017, aber allemal ein schlechtes Jahr. Ich glaube ich habe viel falsch gemacht in diesem Jahr. Aber ich weiß auch nicht, was ich anders, besser oder schlauer machen hätte sollen. Ich bin manchmal eben auch sprachlos und nicht in der Lage sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Wahrscheinlich bin ich nicht so schlau, wie ich denke, dass ich wohl bin.


Songs des Jahres:

Wie immer der Hinweis, dass ich Musik selten in den Jahren ihrer Veröffentlichung entdecke und/oder höre. Ich bin langsam.

A Perfect Circle - The Doomed

https://www.youtube.com/watch?v=SDvfbvuJtS8
Ich mag das Video immer noch sehr. A Perfect Circle - Disillusioned

Beck - Colors


Robyn - Dancing on my own


Depeche Mode - Black Celebration

...siehe auch langsam: Keine Ahnung wieso das an mal eben 30 Jahre an mir vorbei ging. Großartiges Lied. 

Haim - Want you back


LUI Hill - 5000 Miles


Missy Elliot - I'm better


Pink - What about us? 


Robin Schulz – OK (feat. James Blunt)

Sia - Elastic Heart

The Prodigy - Omen
Das kannte ich zwar schon vorher, aber das habe ich wirklich oft beim Sport gehört.

Sigur Rós, Arcade Fire, Kollektiv Turmstraße und Kraftwerk wurden dieses Jahr natürlich auch wieder viel gehört, aber beim Sport nicht so oft. Limp Bizkit und Linkin Park haben im Übrigen tolle Songs fürs Fitnessstudio. Aber das zählt dann wohl auch als...

guilty pleasure(s):


Die Toten Hosen - Wannsee


Cro - Unendlichkeit 


LGoony - Heilig


Na ja, was heißt hier schon "guilty"...  was ist bei LGoony gegen einen Text wie "Alles läuft schief, ich setz' alles auf Null, ich mach alles kaputt" einzuwenden? Bei "Ich trage Kronenleuchter um den Hals" war ich eigentlich schon dabei. Auf eine gewisse Art erinnert er mich an Mike Skinner bei seinem ersten Album. Und das meine ich absolut positiv, denn das Album war ein Knaller!


Außerdem könnte ich mich immer noch darüber amüsieren, dass ich statt "ich gebe kein’ Fuck, yeah" immer wieder mal "ich geb kein Pfandgeld" verstanden habe. Die Variante finde ich immer noch besser. Schlage ich ihm mal vor. Das kommt eben davon, wenn man so viel Autotune verwendet.




Album des Jahres:


Beck - Colors



Konzert des Jahres:

Ich war im Jahr 2018 bei keinem Konzert. Tinnitus sucks ass...


Bücher des Jahres:


Flake - Heute hat die Welt Geburtstag

Ein Tag mit Rammstein aus der Sicht von Flake. Wunderbar! Interessant und toll geschrieben. Mit vielen Anekdoten zur Entstehungsgeschichte von Rammstein. Noch mal erheblich lesenswerter als sein erstes Buch, in dem es viel zu sehr um Autos geht.


The Walking Dead - Comics

Sehr beeindruckend. Die Comicreihe hat inzwischen ja nur noch rudimentär etwas mit der Fernsehserie zu tun, auf der eben jene ja basiert. Macht nichts. Dadurch hat man doppelt so viel Spaß. Und nein, ich kaufe mir keine einzelnen Comics, sondern ich kaufe die sogenannten Hardcover-"Books" bzw. Softcover-"Compendiums", die jeweils 12 bzw. 48 Comichefte zusammenfassen. Da lässt sich sehr viel Geld sparen und nach dem Lesen verkaufe ich sie bei Ebay. Ich bin ein echter Fuchs.


Serien des Jahres:

Ich habe sehr wenig Netflix und Amazon Prime Video gesehen, aber das hier war in Ordnung:

The Walking Dead

Bojack Horseman
The Good Fight
The Man in the High Castle 
Fear the Walking Dead


Filme des Jahres:

Ich war nicht so oft im Kino und es war auch nicht alles überragend was man da gesehen hat. Seltsamerweise blieb der größte Blockbuster am meisten hängen:

Jurassic World 2: Fallen Kingdom
Ein sehr feinfühliger und philosophischer Klassiker mit vielen Dinosauriern.



First Man (Aufbruch zum Mond)
Ein interessanter Film, bei dem der deutsche Titel eigentlich besser als der Originaltitel gepasst hat. Ryan Gosling war als "Holzklotz" Neil A. Armstrong durchaus gut dabei, aber Claire Foy als seine Filmehefrau war noch mal in einer eigenen Liga. Trotzdem hat mich der Film als Gesamtpaket nicht so richtig überzeugt. Schade, denn Weltraum & Co geht bei mir ja eigentlich (fast) immer.


Ballon
Sehr gut! Ein ernsthafter Film von Bully. Hat er wirklich sehr gut gemacht. Für einen deutschen Film (oh je, wenn ein Satz schon so anfängt...) ist er wirklich ungewöhnlich spannend und mitreißend. Ist man einfach nicht so aus Deutschland gewöhnt.


Gundermann
30 Minuten zu lang und zu viele Gesangseinlagen. Das hätte im Fernsehen wohl gereicht. Trotzdem eine wirklich beeindruckende Leistung des Hauptdarstellers.


Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen 
Highly entertaining! Aber da ich nur ein Semi-Potter-Fan bin, gehe ich da nur der Vollständigkeit halber rein. Ich hab ja jetzt schon damit angefangen und so... Trotzdem mal wieder optisch sehr beeindruckend.


App des Jahres:

MyFitnessPal
Eine sehr hilfreiche App, die eine große Hilfe beim Abnehmen sein kann. Es ist Kalorienzähler, der einem das ganze durch das Scannen von Barcodes erheblich erleichtert.
Ich weiß aber inzwischen, wie leicht die App auch dabei helfen kann, eine schicke Essstörung zu entwickeln. Insofern: Obacht! 


Trotzdem ist die App hilfreich und für faulen Menschen, wie mich, eine große Erleichterung. Und man erfährt nebenbei, wie viel ungesunden (und kalorienreichen) Schrott man eigentlich täglich in sich reinstopft.


Finanzielle Entwicklungen des Jahres:

Die Kosten für Abschlagszahlungen, Kaution und Umzugskosten sollte man niemals unterschätzen. Vor allem wenn man denkt, dass man die vielen "tollen" Dinge (zwei Sitzsäcke, gebrauchte Bettwäsche, versiffte Töpfe und Pfannen, ein Boxspringbett, ein selbst gebautes TV-Rack, etc...), die man für die absolut faire Abschlagszahlung erhalten hat, bestimmt gut weiterverkaufen kann. Aber das war nicht so ganz der Fall, bzw. ging das eingenommene Geld dann für Dinge drauf, die man nun mal wirklich gebraucht hat (Waschmaschine, Mikrowelle, usw.) und jetzt habe ich immer noch ein paar tolle Dinge aus der Ablöse parat, die keiner gekauft hat, bzw. mit denen ich mich noch nicht auseinandergesetzt habe.
Möchte jemand eine Küchenmaschine oder einen Smoothie-Maker kaufen? So ne Art Surround-Sound-Ding habe ich auch zu verkaufen. Und vieles mehr...


Verbrauchter Sparer-Pauschbetrag im Jahr 2018: 1,36 Euro 
Ja, das ist alles was ich an Zinsen dieses Jahr erhalten habe. 


Meine größten Erfolge des Jahres:
1) Ich habe die 10er-Sammelkarte von der Industriebäckerei-Kette "Steinecke" voll bekommen. D.h. ich habe 10 mal eine Streußelschnecke gekauft und dafür jedes Mal einen Stempel bekommen. Die 11. Streußelschnecke war dann kostenlos. Ich mag die Streußelschnecke von Steinecke. Der Kuchen ist im Übrigen auch sehr gut.

2) Ich habe drei Monatspackungen meines Nahrungsergänzungsmittels gegen Arthrose gekauft, die Sammelpunkte im Sammelheftchen eingeklebt und dafür dann eine kostenlose Wochenration erhalten. 

3) Das mit dem Arthrosemittel habe ich sogar zweimal im Jahr 2018 geschafft!

4) Ich habe abgenommen (siehe unten).

5) Ich habe ein paar tolle Highscores bei diversen Brettspiel-Apps geschafft und die KI oftmals in Grund und Boden gespielt. Tja, wenn ich nicht so eine kaputte Schulter hätte, dann könnte man mir dafür ja glatt auf die Schulter klopfen. Aber solche Apps spielt man üblicherweise allein und die KI kann so schlecht Schultern klopfen.

6) Ich war etwas häufiger im Fitnessstudio. Das hat mir auch meistens Spaß gemacht.

Das waren meine größten Erfolge im Jahr 2018.




Die größten Veränderungen des Jahres:
- Ich wohne jetzt in Friedrichshain. In einer 1-Zimmer-Wohnung. Wie ein Student.
Wobei ich als Student im 1. Semester viel darum gegeben hätte in so einer Wohnung zu wohnen. Aber das ist 15 Jahre her.
Aber Friedrichshain ist super! Ich bin dankbar, dass ich nach zehn Jahren wieder hier sein darf.

- Ich weiß jetzt was Decathlon ist und vor allem, wo sie sich in Berlin "verstecken". Ich werde nicht daraus schlau, dass ich den Laden oder den Onlineshop jahrelang nicht bemerkt haben konnte. Wie auch immer, die Filiale am Alexanderplatz fühlt sich ein wenig wie ein Baumarkt an. Aber das ist in diesem Fall nichts Schlechtes, denn Baumärkte mag ich nicht, aber Decathlon schon. Die Auswahl ist echt beeindruckend und ich ärgere mich ein wenig darüber, dass ich den letzten Jahren viel Geld hätte sparen können, wenn mal lieber dort hingegangen wäre. Meine Sportklamotten waren früher zwar meist auch "nur" von Lidl oder Aldi, aber Decathlon ist noch billiger und man die Sachen auch direkt vor Ort anprobieren. Da hätte ich auch noch Zeit gespart. 

- Beiersdorf hat ab Juli 2018 mein Duschgel mit einer neuen Formel "verbessert". Darüber hab ich mich wahnsinnig geärgert, denn der Geruch war plötzlich ganz anders!
Ich hatte recht viel Kontakt mit dem (durchaus bemühten, sehr freundlichen aber total bürokratischen) Kundenservice von 
Beiersdorf. Ich habe daraufhin die Restbestände der alten Version aus viele stationären Apotheken aufgekauft. Sehr ärgerlich, denn Apotheken haben meist "Apothekenpreise". Gegen Ende des Jahres war mein Vorrat fast aufgebraucht, aber ich hatte immerhin so etwas Ähnliches wie Ersatz gefunden.


Nachtrag: Im Februar gab es dazu dann neue Entwicklungen...


Ich bin ich dann nach mehreren Tests und Fehlkäufen auf ein gut riechendes Produkt von einer bekannten Creme-Marke (bekannt für blaue Dosen) umgestiegen. Obwohl es ein vermeintlich sensitives Duschgel war, habe ich daraufhin die heftigste Allergie an meinen Beinen seit Jahren bekommen. Die hatte ich dann über vier Wochen! Und zwar richtig großflächig und böse, so dass ich zweimal zu einer Hautärztin musste und mir letztlich eine Spezialcreme anrühren lassen musste, damit die Allergie wieder abgeklungen ist.
Inzwischen benutze ich wieder mein altes Duschgel, auch wenn es jetzt (leider) anders riecht. Man gewöhnt sich an alles und das mit der Allergie ist mir den Ärger nicht wert.




Gesundheitliche Entwicklungen des Jahres:
Ich ärgere mich mehr oder weniger mit demselben Mist wie 2017 herum:
Allergien, Tinnitus, Arthrose in der rechten Schulter, Sehnenscheidenentzündungen an den Handgelenken, Schwindelanfälle.

Neu hinzu gekommen sind:

- Erkältungen, die ich jetzt rund 5-6 Wochen mit mir herumschleppe. Wobei ich von September bis Dezember gefühlt nonstop erkältet war. Die Pausen dazwischen waren immer echt kurz

- 2017 habe ich meine erste Teilkrone vom Zahnarzt erhalten. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, hat sich die Teilkrone 2018 gleich zweimal gelöst und musste wieder neu eingesetzt werden! Klasse, das macht so richtig Spaß!

- Ich habe mir die spitze Ecke eines Kartenspiels ins rechte Auge gerammt. Meine (zu diesem Zeitpunkt eine Woche alte Brille) hat viel abgefangen und den Sturz etwas abgelenkt, so dass sich der Schaden auf den unteren Bereich des Auge beschränkt. Angeblich ist alles wieder verheilt. Trotzdem juckt das Auge jetzt erheblich mehr und ist deutlich häufiger entzündet. Ich war 2018 bestimmt 7 oder 8 mal beim Augenarzt.

- Fußschmerzen auf der linken Seite des rechten Fußrückens. Laut meiner Orthopädin ist das aufgrund der ungünstigen Form meines rechten Fußrückens absolut nachvollziehbar. Mein linker Fußrücken wäre ja viel besser. Gut zu wissen. Praktischerweise kann man nichts dagegen machen, außer spannende Fußübungen. Die habe ich größtenteils während der Arbeitszeit oder gar nicht gemacht. Die Schmerzen sind auszuhalten und daher ist der Leidensdruck noch zu gering.


Bis Ende April hatte ich noch Rezepte für Krankengymnastik bezüglich der Arthrose erhalten. Die Physiotherapie (und zwischendurch auch mal Osteopathie) hat mir erstaunlich gut geholfen. Im Mai habe ich dann aber keine Rezepte mehr bekommen, da meine ursprüngliche Verletzung im Oktober 2017 war und demnach mehr als ein halbes Jahr her war. Anscheinend erhalten gesetzlich versicherte Patienten, Krankengymnastik nur im ersten halben Jahr nach der Verletzung. Danach muss die Heilung erfolgt sein oder eine neue (andere) Verletzung muss erfolgen. Ein paar Tage nachdem mir das die Orthopädin gesagt hat, habe ich genau das gleiche von jemanden gehört, den ich im Bus belauscht habe. Entweder stimmt es oder er war bei der gleichen Orthopädin.
Es hat mich dabei am meisten gestört, dass Arthrose demnach als "Verletzung" zählt, denn es ist ja eine chronische Erkrankung. Tja, Pech gehabt.

Die Schmerzen (und demnach der Leidensdruck) waren hier aber groß genug, dass ich brav meine Übungen auch zu Hause (aber natürlich auch in der Arbeit) gemacht habe. Seit Mitte April habe ich mich dann auch hin und wieder ins Fitnessstudio gewagt, da ich dank der Physiotherapeutinnen und Therapeuten wusste auf was ich achten muss. Nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch im Alltag. 
Ich weiß vor allem, dass ich nichts mehr Schweres tragen darf. Oder nur langsam und vorsichtig. Aber schon gar nicht mit gestreckten Armen oder über dem Kopf gestreckten Armen. Ich muss auch echt aufpassen an welcher Stelle der Schulter ich den Gurt des Rucksacks platziere. Das geht nun auch nicht mehr überall. Und noch jeder Menge anderer Kleinkram. Das schränkt schon alles stark ein, aber man passt sich eben an.



Aber ich habe 2018 ganz ordentlich Gewicht verloren. Auf diese Entwicklung bin ich durchaus stolz. Wäre schön, wenn ich es halten könnte. Mal sehen.

Gewicht am 01.01.2018: 71,8 kg
Gewicht am 31.12.2018: 63,5 kg


In einem Diagramm sieht das dann so aus:







Es geht abwärts, wie man sieht.

Bestes Gewicht des Jahres 2018: 62,7 kg



"01/02" bzw. 07/02 bedeutet 2. Januar bzw. 2. Juli, da ich den Screenshot am 2. Januar gemacht habe. Daher dann auch die kleine Verspätung bei der Veröffentlichung dieses Beitrags. *hust*




Berufliche Vorkommnisse des Jahres: 

Ich habe nach einer Gehaltserhöhung um 930 Euro gefragt und stattdessen 150 Euro mehr bekommen. Dazu gab es den Hinweis, dass ich nicht wagen sollte, den Chef noch mal direkt darauf anzusprechen. 
Ich soll es stattdessen mit meinem Vorgesetzten klären. Der hat aber leider keine Befugnisse so etwas zu entscheiden. Clever...

Mal kucken, ob es nicht was Besseres gibt. Ich befürchte aber, dass keiner auf mich wartet. Demnach müsste ich wirklich aktiv werden, aber ich doch so träge.


Erkenntnisse des Jahres:
Es ist überstanden und das ist doch schon mal etwas.

Ich bin nicht sonderlich schlau und meine Entscheidungen sind auch nicht immer nachvollziehbar oder sinnvoll. Aber so bin ich eben. 
Selber schuld.


Ich befürchte dass im Jahr 2019 etwas Schlimmes passieren wird. Ich weiß nicht, ob privat oder allgemein, aber ich erwarte für 2019 nicht viel. 
Das ist aber generell sinnvoll, denn dann kann man auch nicht enttäuscht werden.

Auf in den Kampf, auf ins neue Jahr!

Montag, 5. Januar 2015

Das erste mal...

Ich war heute zum ersten Mal in meinem Leben in einem Fitnessstudio.
Die Leute waren nett und die Geräte sowie die dazugehörigen Übungen wurden mir in angemessener Weise erklärt. 
Es hat mir gut gefallen.

Ich weiß nicht was ich davon halten soll.

http://commons.wikimedia.org/wiki
/File:US_Navy_120124-N-EK905-074_Sailors_participate_in_a_
spin_class_in_the_gym_aboard_
the_amphibious_assault_ship_
USS_Makin_Island_(LHD_8).jpg

Mittwoch, 20. August 2014

Die ODEG und ich!

Aufgrund der aktuellen S-Bahn-Situation zwischen Friedrichstraße und Ostbahnhof, habe ich es vor kurzem geschafft zum ersten Mal mit der ODEG zu fahren!
Zwar gerade mal vom Bahnhof Friedrichstraße zum Ostbahnhof, aber immerhin! Und darüber habe ich mich echt gefreut, denn mit der ODEG wollte ich schon lange mal fahren!

Aus einem mir nicht klaren Grund empfinde ich den Namen "Ostdeutsche Eisenbahn GmbH" als extrem gut klingend! Seit mir die ODEG bei meinem ersten Besuch in Lichtenberg im Jahre 2004 über den Weg gelaufen ist - damals bin ich mit der Konkurrenzbahn von Interconnex gefahren - blieb die etwas seltsame Farbkombination der Waggons und der tolle Name in meinem Hirn hängen.
Und jetzt war es endlich soweit und ich saß im ODEG-Zug nach Cottbus, zumindest für zwei Stationen!

Und diese kurze Fahrt war ganz nett. Mehr auch nicht. Leider. 
Gefühlt scheint die Bestuhlung hier noch enger als in DB-Zügen zu sein. Aber immerhin gibt es Steckdosen in der zweiten Klasse.

In jedem Fall konnte ich damit schon wieder einen meiner Lebensträume erfüllen. 

Nächstes Ziel: Alle kostenlose Strohhalme in einem Burger King auf einmal mitnehmen.


Freitag, 11. Mai 2012

Heute greifen wir einen Polizisten an!

Schon wieder wurden Polizisten diese Woche hinterrücks angegriffen und dabei fast ermordet:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berliner-polizei-mordkommission-koennte-zu-streifenwagen-attacke-ermitteln/6596526.html



Was versprechen sich die Mörder denn von einem Angriff auf die Polizei?
Die können froh sein, dass die Polizisten jeweils so besonnen reagiert haben und nicht gleich in Notwehr geschossen haben. Aufgrund des Papierkrams haben die Polizisten ohnehin nur selten die Möglichkeit ihre Schusswaffen zu verwenden. Und diese Besonnenheit der deutschen Polizisten ist es ja, was sie gerade so angenehm im Vergleich zu anderen Polizisten macht. Andernorts wird schneller mal geschossen, oder öfter mal ein Bestechungsgeld angenommen oder eingefordert.
Aber was ist, wenn aufgrund einer solch konstanten Bedrohungslage für Polizisten, eben jenen Polizisten erheblich mehr Freiheiten (bzw. weniger Papierkram) eingeräumt werden müssen? Wollen wir denn neben immer gewaltbereiteren Mitmenschen auch noch Polizisten die schneller mal zurückschießen? 

Anscheinend schon.

Sonntag, 30. Oktober 2011

KraftKlub – Ich will nicht nach Berlin

Die Berlin-Hymne des Jahres gibt es (schon ne Weile) als Single und ich habe aber eben erst bemerkt, dass die Single wohl das passendste Plattencover aller Zeiten hat. 

Faust aufs Auge! 
A auf E, usw... 
In diesem Sinne: Ich will nicht nach Berlin!

KraftKlub – Ich will nicht nach Berlin

Quelle: http://meinrap.de/2011/09/16/kraftklub-ich-will-nicht-nach-berlin-cover-horproben/

Donnerstag, 5. Mai 2011

Flohmarktfunde

Auf dem Flohmarkt am Ostbahnhof habe ich neulich ein großartiges Poster gefunden:
Ein chinesisches Bewerbungsplakat für die olympischen Spiele im Jahr 2000.
Die fanden dann zwar nicht statt, aber immerhin ist das Poster super.

Freitag, 14. Januar 2011

Ein paar Links der letzten Tage

In den letzten Tagen fand ich einige Artikel recht lesenswert und die packe ich mal weitestgehend kommentarlos ins Blog.
Keine Angst, es sind nicht nur Horrormeldungen dabei ;-)


Ein Bericht über die Krise in einem meiner Lieblingsländer in dem ich noch nie gewesen bin:
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/517904/Nordlaendische-Gelassenheit


Eine schöne Fotostrecke über alte West-Berliner S-Bahnhöfe in den 1980er Jahren:
http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/fotoausstellung-west-berliner-s-bahnhoefe/3698316.html


Eine Meldung über gestörte und brutale Schüler in Berlin. Was das für den 14-Jährigen auf Dauer bedeutet darf man sich gar nicht ausmalen. Einfach nur krank:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/14-jaehriger-von-schuelern-gefesselt-und-geschlagen/3702370.html


Ein Bericht über einen Dealer der Neukölln mit Heroin und anderem Dreck „versorgt“ hat und jetzt lächelnd (über die deutsche Justiz) und auf freiem Fuß genau so weiter machen wird wie bisher:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/bewaehrung-fuer-dealer-der-sich-als-kind-ausgab/3695476.html

Ein Kommentar zum selben Thema:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/alt-jung-frei-so-wird-die-justiz-zur-lachnummer/3695336.html

Auf die Aussage "Du wagst es, mit deinem Freund zu schlafen?" sollte man eigentlich mit einem lautem "Ja, verdammt nochmal, das macht man hier so! Willkommen in der Gegenwart!" antworten.
So was macht mich immer wieder sprachlos:

Ein Bericht über eine halbwegs gelungene Integrationsgeschichte:
http://www.tagesschau.de/inland/aussiedlerinterview100.html


Eine sehr interessante Reportage über einen Obdachlosen der dank der Bahn nicht so wirklich einer ist:
http://www.faz.net/s/RubDDDF614E9B1C49B682201320840984FF/Doc~EB745E84667184C0C896C69230A8D705A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Eine tolle Website über die Berliner Hufelandstraße im Wandel der Zeit
http://www.hufelandstrasse-berlin.de/


Und eine neckische Karikatur:
So was hört man des Öfteren. Diese kleinen Pflänzchen die jedes Jahr aufs Neue so klein sind, dass sie nur den Aktionären (aber nicht den Arbeitnehmern) Unmengen an Gewinnen einbringen.

Sonntag, 9. Januar 2011

Erfolg macht sexy

Das hat sich doch mal gelohnt!
Hauptsächlich für meine Freundin, denn ich habe heute wie angekündigt keine eigenen Sachen mitgebracht und ihr den Tisch komplett überlassen. Und das hat sich gelohnt. Sie hat über 200 Euro Umsatz und mehr als 130 Euro Gewinn gemacht. Wenn man bedenkt, dass sie keine Bücher / Klamotten / Erbstücke / o.ä. sondern stattdessen ihre Gemälde, Fotos und Collagen verkauft hat, dann kann sich das echt sehen lassen. Vor allem weil das auch ihr erster Flohmarkt überhaupt war und auch ihr erster Versuch ihre Kunst an den Mann zu bringen, und sie dementsprechend gar nicht so viele Sachen dabei hatte. Aber trotzdem fanden über die Hälfte ihrer (großen und kleinen) Kunstwerke Käufer.
Zu recht!

Davon abgesehen war der Fritz Winterflohmarkt auch als Ganzes mal wieder sehr schön. Es ist und bleibt einer der besten Flohmärkte die Berlin zu bieten hat. Sicher, ein Flohmarkt der nicht wöchentlich sondern nur einmal im Jahr stattfindet ist automatisch etwas Besonderes, aber der FritzWinterflohmarkt ist schon richtig super.
Auch wenn es erst die zweite Auflage war. Aber ich denke das wird ein Klassiker werden. Die Stimmung war sehr gut, der DJ hat tolle Musik gespielt und die Halle (also das Astra) war angenehm warm. Professionelle Verkäufer von Batterien, Fernbedienungen und Kabeln hatte man zum Glück gar nicht erst rein gelassen, und das Publikum war größtenteils sehr zivilisiert.
Und es gab Kuchen!
Ein perfekter Tag.
Prima, so soll es sein.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Der FritzWinterflohmarkt

Das taugt!
Endlich mal was Gutes im Januar!
Am kommenden Sonntag werde ich tatsächlich mal wieder als Verkäufer auf einem Flohmarkt sein!
In meiner Kindheit und solange ich noch zur Schule ging, habe ich das ziemlich oft gemacht um meine finanzielle Situation etwas aufzubessern.
Das hat auch meist ganz gut funktioniert, aber in Berlin besitze ich einfach nicht genug Krempel um auf einen normalen Flohmarkt zu gehen. (Es gibt Leute die würden das wohl anders sehen)
Außerdem sind die Standgebühren in dieser Stadt völlig überzogen, so dass man schon ne Menge Zeug haben sollte damit es sich lohnt. Aber dank Radio Fritz gibt es eine Ausnahme. Und zwar den kostenlosen Fritz Winterflohmarkt:
Ein Flohmarkt in einer Konzerthalle!
Genau das richtiges für diese Jahrezeit. Letztes Jahr im Fritzclub in Friedrichshain und dieses Jahr sogar im (noch größeren) Astra (ebenfalls in Friedrichshain).
Bereits vor einem Jahr habe ich dort ja schon ein paar tolle Sachen gefunden und ich bin schon sehr gespannt wie es wohl dieses Jahr sein wird. Bestimmt noch besser, denn dieses Jahr mussten aufgrund der großen Nachfrage die Tische sogar verlost werden.
Und wie der Zufall so will habe ich doch tatsächlich einen Stand gewonnen! Spitze :-)

Wir werden zwar hauptsächlich Sachen meiner Freundin verkaufen, aber ich gehe natürlich vor allem mit damit sie von meiner großen Flohmarkt-Erfahrung™ profitieren kann :-)
Großartig, das wird bestimmt super!

Hier noch mal die wichtigsten Details:

am Sonntag, den 09.01.2010
von 12.00 bis 19.00 Uhr
im Astra
in der Revalerstraße 99
in Berlin-Friedrichshain

Sonntag, 24. Januar 2010

Flohmarktfunde des neuen Jahres

Neulich waren wir auf einem Flohmarkt. Dem ersten in diesem Jahr. Zum Glück war der in einer Halle und die war auch noch gut beheizt, wodurch das Ganze durchaus angenehm war.
Schön war auch, dass die Anzahl der professionellen Anbieter sehr gering war. Das waren wirklich größtenteils Privatleute die ihren Kram loswerden wollten. Dadurch dass sich auf den großen Flohmärkten fast nur noch Profis als Verkäufer befinden, habe ich teilweise das Interesse daran verloren. Aber hin und wieder gibt es in Berlin auch Ausnahmen, und besagter Flohmarkt gehörte dazu.
Und ich habe auch echt gut abgestaubt:

1. Nintendo-Gläser

Ich weiß, dass das nur ehemalige Senfgläser sind, aber sie sehen toll aus, und zusammen habe ich sie für gerade mal 4,50€ bekommen. Man stelle sich vor ich hätte erst den ganzen Senf futtern müssen ;-) Von daher sind sie ideal!

2. Golden Axe II für Sega Mega Drive
Der zweite Teil des Arcade-Klassikers schlechthin!
Vor gut einem Jahr hatte ich so eine Hardcore-Retro-Phase und habe mir innerhalb von 3-4 Wochen bestimmt zwölf oder dreizehn Mega Drive Spiele gekauft. Und zwar hauptsächlich Spiele die ich als Kind (also als der Mega Drive durchaus State-of-the-Art war) unbedingt haben wollte, mir aber nie leisten konnte.
Das habe ich hauptsächlich gemacht weil ich die Spiele aus Sammlungsauflösungen für 2-4€ pro Spiel gekauft habe, und meist mehre Spiele vom selben Verkäufer gekauft habe um Porto zu sparen. Dadurch sind auch einige abstruse Spiele für 1€ in meiner Sammlung gelandet, aber auch einige richtig tolle Spiele wie zum Beispiel Virtua Racing, für dass man, als es 1994 erschien, rund 200 Mark hinblättern musste. Diese Spiele endlich zu besitzen war daher auch die Erfüllung eines alten Traums. (Ja ja, mich kann man leicht glücklich machen ;-)
Aber den Traum Golden Axe oder Golden Axe II, also die Klassiker des Hack'n'Slay-Genres, zu besitzen, konnte ich mir seinerzeit nicht erfüllen, da diese Module bis heute so beliebt sind, dass man dafür (je nach Zustand) zwischen 25-40€ auf den Tisch legen muss! Und das für Spiele die über 20 Jahre alt sind, und die sogar Bestandteil der verschiedensten Sega-Retro-Compilations für Playstation und XBox sind! Und trotz Retro-Rausch war es mir das damals nicht wert. Der gesamte Retro-Rausch hat mich insgesamt wahrscheinlich nur wenig mehr als 40€ gekostet, da geb ich doch nicht so viel Geld für nur ein einzelnes Spiel aus.
Umso erfreuter war ich, als ich dann Golden Axe II auf diesem Flohmarkt gefunden hatte und dem Verkäufer ganz offensichtlich nicht klar war, was er da für einen Schatz hatte. Denn das Spiel lag halb versteckt unter einem etwas speckigen Mega Drive. Er wollte nur 3€, und als ich fragte ob er es mir zusammen mit einem anderen Spiel (siehe unten) für 5€ gibt, sagte er sofort ja. Bingo!!!
Ich musste mich echt zusammenreißen nicht zu sehr zu grinsen, aber wenn der Typ wüsste was für eine Gewinnspanne er sich entgehen hat lassen... der würde sich in den Arsch beißen :-D
Dabei habe ich auch nicht die geringsten Gewissensbisse. Überhaupt nicht!

Denn man hat mich seinerzeit beim Verkauf meiner Überraschungseier-Figuren gnadenlos über den Tisch gezogen. Erinnert ihr euch noch? Für diese hässlichen Figuren gab es mal einen riesigen Markt und Leute haben damit echt Kohle gemacht. Heute sitzen sie auf den Dingern und keine Sau kauft sie mehr, aber so zwei oder drei Jahre in den 90ern war das doch der Hit schlechthin.
Durch einen dieser Ü-Eier-Kataloge habe ich erfahren, dass mir meine Sammlung viel zu billig abgeluchst wurde und der eklige Oberlippenbart-Träger der mir das angetan hatte, wohl einen echt guten Gewinn damit gemacht hat.
Seitdem ist es mit dem schlechten Gewissen in solchen Dingen bei mir nicht weit her ;-)
In jedem Fall besitze ich jetzt endlich Golden Axe 2 und ich bin glücklich. Mir geht es ja gar nicht um den theoretischen Gewinn den ich mit diesem Spiel machen könnte, sondern ich will das Spiel tatsächlich spielen. Zwar nicht jetzt, da ich mich nicht noch mehr als nötig von der Abschlussarbeit ablenken lassen will [Ich habe heute im Übrigen einen wichtigen Abschnitt geschafft! Bin sehr stolz auf mich], aber bei passender Gelegenheit. Natürlich habe ich es nach dem Kauf kurz mal angetestet und es funktioniert. Und es ist toll und sooo schön :-)

3. Earthworm Jim 2 für Sega Mega Drive
Die Story zu diesem Spiel ist weniger spektakulär. Dieses Spiel habe ich hauptsächlich als Ablenkungsmanöver gekauft um den Preis für Golden Axe 2 niedrig zu halten ;-)

Allerdings wollte ich einen der Earthworm Jim Teile tatsächlich mal spielen, denn dazu hatte ich noch nie die Gelegenheit. Ich war mal vor langer Zeit sogar für ein Jahr Abonnent des offiziellen "Sega-Magazins" und in dieser Zeit erschien der erste Teil von Earthworm Jim. Die Redakteure des Magazins drehten fast durch vor Begeisterung (vor allem Hans Ippisch und Ulf Schneider, wenn ich mich recht erinnere) und ich fand schon damals die Beschreibung und die Bilder eher weniger beeindruckend. Ende 1995 erschien Earthworm Jim 2, und obwohl ich die Zeitschrift nicht mehr im Abo hatte, schaute ich immer wieder mal in der Zeitschriftenabteilung von Grosso (gibt es heute nicht mehr; ist vergleichbar mit Real oder Kaufland) in die aktuellen Ausgaben rein und fand es lustig, dass auch diesmal wieder anscheinend eine mittelschwere Videospielrevolution bevorstand. Und das nur weil der zweite Teil von Eartworm Jim erhältlich war?
Nun ja, bei derartig übermäßigen Hypes bin ich schon immer skeptisch gewesen. Aber mit einem Abstand von knapp 15 Jahren kann man der Sache ja mal ne Chance geben.

Es hat durch den Deal mit dem anderen Spiel nur 2,50€ gekostet und es funktioniert. Wirklich spielen werde ich es ein anderes Mal.
Aber natürlich erst nach Golden Axe II...
Alles in allem war das ein guter Start in die neue Flohmarkt-Saison. Bin gespannt was das Jahr noch so bringt :-)

Samstag, 9. Januar 2010

Berlin steht still

Gerade zurück vom schneereichen Spaziergang durch Friedrichshain mit anschließendem Cupcake-Essen. Seeeehr lecker. Bisher war Daisy recht nett zu Berlin.
Bei all dem Schnee kommt einem Berlin gleich viel idyllischer und friedlicher vor. Alles ist ein wenig weniger hektisch. Friedrichshain war auch nicht so überfüllt wir sonst. In Neukölln sieht man weitaus weniger Jogginghosen-Träger. Die Picaldi-Fraktion hält sich jetzt hauptsächlich in den U-Bahnhöfen auf weil es dort wärmer ist. Zu Hause wäre es für die Jungs noch wärmer, aber da ist es ja so eng.
Aber alles in allem kommen einem die Straßen viel schöner vor momentan.

Weniger schön ist die Situation mit den Mietern die über uns wohnen. Vor allem der Penner der über meinem Zimmer wohnt ist immer zu Hause und hört nonstop laute Musik mit richtig heftigen Bässen. Ich hasse solch asoziales Pack!
Und richtig asozial kann er ja nicht mal sein. Beim Einzug habe ich seine Familie gesehen. Hatten nen Benz dabei und kamen sogar aus Franken. Theoretisch also irgendwo in der oberen Mittelklasse angesiedelt.
Aber es ist sooo typisch. Da kommen diese Provinzler zum ersten Mal in die Großstadt, kaufen sich riesige Boxen und drehen die Mucke auf weil sie denken, dass es in Berlin keinen stört!
Tut es aber! Nämlich uns!
Und hey, ich komme auch aus der Provinz und habe niemals so ne Scheiße gebracht.
Ich müsste praktisch jeden Tag dreimal hoch rennen und ihm sagen, dass er seine Drecksmusik leiser machen soll. Aber öfter als jeden zweiten oder dritten Tag will ich mich nicht beschweren. [Das mache ich im Übrigen immer sehr höflich. Und die Musik wird dann auch immer leiser gemacht. Aber nicht länger als 2-3 Stunden]
Das muss der Typ doch auch kapieren!?! Wie kann man nur so unverschämt sein? Was sind das für Leute die so was machen??? Wie kann man nur so drauf sein?
Wenn ich jemals von Leuten aus meinem Freundeskreis erfahren sollte, dass sie ähnlichen Scheiß machen, dann werde ich denen die Freundschaft kündigen. Aber garantiert!
Da versteh ich keinen Spaß mehr.
Ich glaube wenn das so weiter geht, dann muss ich mich an die Hausverwaltung wenden. Auch wenn mir so was sehr komisch vorkommt. Aber es geht halt nicht anders.
Waagh, ich bin schon wie mein Vater. Genetik ist schrecklich ;-)

Andererseits geht es mir doch echt gut. Die Heizung funktioniert, es gibt (warmes)
Wasser, ich habe kein Aids, in Deutschland herrscht kein Bürgerkrieg und bei einem
Anstieg des Meeresspiegels durch den Klimawandel, haben wir hier in Berlin einen
Spielraum von 50 Meter. Ich sollte dankbar sein solche "Probleme" zu haben.
Bin ich aber nicht ;-)

Montag, 3. August 2009

ein schöner Tag [Gestern war]

Der Flohmarkt in Friedrichshain war sehr schön. Wie zu erwarten. Friedrichshain ist eben einfach schön. Auch die Auswahl an Verkaufsständen entsprach dem genauen Gegenteil von dem was ich von Berliner Flohmärkten bisher gewohnt war. Denn die waren bisher alle eher schlecht. Fairerweise muss man sagen dass ich bisher fast nur auf Flohmärkten in Problembezirken (Moabit, Wedding und Neukölln) oder (meist durch zu Zufall) auf Antikmärkten (z.B. am Ostbahnhof) war. Daher kam mir die Auswahl in beiden Fällen logischerweise eher asozial bis müllig oder einfach nur langweilig vor. Letzteres gilt vor allem für Antikmärkte, die mich bisher mehr aus Kuriositätsgründen interessieren. Wahrscheinlich muss man Weintrinker sein um so was schätzen zu wissen.
[Wobei ich eine verbeamtete Weintrinkerin mittleren Alters kenne, die jegliche Flohmärkte ablehnt und sogar Menschen die sich so etwas nur anschauen bereits asozial findet. Eventuell hängt es doch nicht zusammen. Vielleicht ist die Person auch nur elitär… wer weiß das in diesen verrückten Zeiten schon?]
Kommen wir zurück zum Flohmarkt in Friedrichshain. Es war toll, toll, toll :-)
Viele (leider fast nur professionelle) Plattenhändler die ihre Platten größtenteils viel zu teuer verkaufen, aber die Auswahl war sehr schön anzusehen. Auch bei den Büchern gab es eine gute Auswahl, und an einem Stand konnte ich auch meinen Fantasy/Nerd-Bedarf sehr günstig abdecken.

Nicht dass ich das alles wirklich brauchen oder nutzen (geschweige denn lesen) werde, aber bei etwa 2,50€ pro Buch kann man es ja einfach Mal riskieren ;-)
Nein, natürlich sind die Bücher sogar sehr nützlich und ich bin schwer begeistert von meiner Ausbeute. Gestern war ein sehr schöner Tag.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Voxtrot - "Trepanation Party"

Kennt ihr das? Ihr habt von einer euch bisher unbekannten Band ein großartiges Lied im Internet gefunden und habt etwas später (warum auch immer) die Möglichkeit ein, oder auch mehrere, Alben dieser Band zu bekommen oder zu hören, und habt jetzt Bedenken genau das zu tun weil ihr wisst dass das den Gesamteindruck des eben erwähnten Liedes verändern könnte?
Kommt euch das bekannt vor? Vielleicht kennt ihr diese Situation auch nicht, und ich bin einfach nur bescheuert (was ich aber nicht glaube), aber momentan geht es mir genau so mit der Band Voxtrot aus Austin, Texas. Wahrgenommen hatte ich diese Band zwar schon früher in Musikzeitschriften, und zwar hauptsächlich weil ich höchstwahrscheinlich beim Überfliegen des Textes „Austin, Texas“ gelesen habe.
Da schaue ich dann meist immer etwas genauer hin. Zum einen weil ein guter Freund von mir aus dieser Stadt kommt und größtenteils nur Gutes darüber zu berichten hatte, und zum anderen weil aus Austin haufenweise gute Bands kommen (Trail of Dead, Spoon, American Analog Set, usw…), was echt auffällig ist. Mag wohl auch am South by Southwest (SXSW) Festival liegen.
FYI: In Toronto gibt es das North by Northeast [NXNE] Festival, das dem SXSW nachempfunden ist, aber deutlich kleiner ist)

Wie dem auch sei, ich habe bei last.fm diese kostenlose und legale MP3 von Voxtrot vor einigen Wochen heruntergeladen und mich begeistert „Trepanation+Party“ total:
http://www.lastfm.de/music/Voxtrot/_/Trepanation+Party

„Trepanation Party“ muss anscheinend ein Vorbote zu einem möglichen neuen Album sein, denn das Debüt erschien bereits im Jahr 2007, und eben dieses Debüt liegt jetzt, dank der Stadtbücherei Friedrichshain, auf meinem Schreibtisch.(Ja, obwohl ich nicht mehr in Friedrichshain wohne, habe ich meine Stadtbücherei beibehalten. Die Klientel dort ist mir lieber, und die Auswahl einer Stadtbücherei richtet sich meist nach ihrer Nachbarschaft und ergo ist die Auswahl dort um Längen besser)
Und jetzt "kann" ich dieses Album einfach nicht hören! Oder ich will noch nicht, denn momentan ist dieses einzelne Lied einfach noch zu wunderbar und noch habe ich es mir nicht kaputt gehört, und noch brauche ich keinen Nachschub. Letztlich ist es aber nur eine Frage der Zeit bis ich reinhören werde, aber es bleibt eben die Sorge ob durch das Hören eines gesamten Albums der Band nicht ne Menge vom sehr guten Ersteindruck kaputt gemacht werden könnte. In letzter Zeit ist mir das schon häufiger passiert...
Ihr seht, momentan beschäftigen mich wirklich die ganze großen Probleme des Lebens ;-) Einstweilen kann ich jedem nur dieses fantastische Lied ans Herz legen :-)

Freitag, 24. Juli 2009

Wer zieht denn nach Neukölln?!?

Wie schon mal erwähnt, schaue ich ja immer wieder gerne die Übersicht an, die mir dann (mehr oder weniger genau) sagt wie die Leute in mein Blog gekommen sind. Ganz besonders interessant sind natürlich immer die Weiterleitungen von Google bei denen mir (manchmal) angezeigt wird was die Leute gesucht haben.
(Richtig gut läuft bis heute dieser Beitrag. Fast immer im Zusammenhang mit Dita von Teese. Nach Analogkäse suchen weitaus weniger ;-))

Ein Besucher aus Niedersachsen hat heute Vormittag offensichtlich nach den Begriffen „O2 Arena Berlin Wie gefährlich ist die Gegend?“ gesucht und wurde hierher geführt. Für den Fall dass dieser Niedersachse sich diese Frage noch immer stellt, sei gesagt: Es ist völlig ungefährlich dort. Auch für Niedersachsen.

Zwar gab es im schönen Friedrichshain in den letzten Monaten immer wieder Angriffe von Rechten gegen Linke und dann auch wieder umgekehrt. Aber eben nicht direkt in der Nachbarschaft der O2-Arena, in der ohnehin (fast) keine Wohnhäuser sind.
Dort, bzw. in der Nähe des Ostbahnhofs, habe ich sogar eine Weile gewohnt und fand es dort echt schön. Der Umzug nach Neukölln ist mir nicht gerade leicht gefallen. Gut, meine Freundin war bereits da (und das war sowieso der wichtigste Grund) und die (nun gemeinsame) Wohnung ist großartig (und günstig), aber die Nachbarschaft ist sehr gewöhnungsbedürftig. Obwohl ich jetzt schon seit Mitte Februar hier dauerhaft (offiziell aber erst seit April) wohne, konnte ich mich nie wirklich mit der Gegend anfreunden. Mit Rechten oder Linken hat man hier mit Sicherheit keine Probleme, wenn ihr versteht was ich meine…
Als ich mich damals beim Bürgeramt in Friedrichshain umgemeldet habe, gab es dann auch direkt von der Sachbearbeiterin die (etwas überraschte) Frage:

„Wer zieht denn nach Neukölln?!?“

Eine berechtigte Frage. Trotzdem war ich überrascht sie von einer Angestellten der (gesamten) Stadt Berlin zu hören ;-)

Aber in absehbarer Zeit geht es dann sowieso direkt in die Doppelhaushälfte nach Zehlendorf, Steglitz oder auch gerne Charlottenburg. Mit Hund und Schafen im Garten und BMW vor der Haustür. So wird’s laufen, und nicht anders :-)

Enten in Charlottenburg am Lietzensee.
(Ich mag Enten. Und ich mag Charlottenburg)

Sonntag, 5. April 2009

Auf Wiedersehen Friedrichshain

Am Dienstag war im Übrigen mein offizieller Auszug aus meinem „schicken“ Wohnheim in Friedrichshain. Das eklige Wohnheim werde ich wirklich nicht vermissen, die Gegend allerdings schon. Nun gut, die direkte Nachbarschaft war eher mäßig bis langweilig. Außer Hochhäusern und Supermärkten war da nur der Ostbahnhof und die O2 Arena.

(Letztere erwähne ich nur weil ich wissen will wie lange Google braucht die Werbeanzeigen im Blog anzupassen. Nachdem ich den Link zu den Comics mit dem Kater gepostet habe, hatte ich ja tagelange Werbung für Onlineshops mit Fanartikeln für den Kater als Werbung. Den Namen des Katers erwähne ich absichtlich nicht, da ich ihn nicht ausstehen kann und nicht schon wieder Werbung von ihm haben will ;-))

Aber nur zwei Straßen weiter beginnt schon das „nettere“ Friedrichshain, und da gefällt es mir schon recht gut. Und trotzdem, auch dort wo ich gewohnt habe war es irgendwie nett. Ziemlich ruhig, aber die Infrastruktur war klasse und die Nähe zum Ostbahnhof auch schon ziemlich genial. Da gab es nen Subway und nen Dunkin Donuts, was einerseits gefährlich, aber auch köstlich ist.

Ich schätze das war auch ein Argument warum ich die letzten sieben Wochen meines Mietvertrags das Zimmer noch gut untervermieten konnte. Sechs von sieben Wochen war das Zimmer (illegalerweise) untervermietet und ich bin sogar mit 20 Euro Gewinn aus der ganzen Sache rausgekommen. Und die Japanerin und der Franzose die (nacheinander, nicht gleichzeitig) dort gewohnt haben, schienen auch zufrieden gewesen zu sein. Prima :-)




In jedem Fall war am Dienstag die Schlüsselübergabe mit dem Hausmeister. Der Mietvertrag verlangt dass man das Zimmer, den Flur und beide Bäder der WG gereinigt hinterlässt. Daher war ich zwei Tage vorher schon fünf Stunden damit beschäftigt dort zu putzen. Problematisch waren vor allem meine Fenster (MERKE: Niemals Paketklebeband an Fensterscheiben kleben!) und die beiden Bäder. Letztere waren ganz besonders eklig. Ein wichtiger Grund warum ich dort selten geduscht habe. Na ja, ein anderer Grund war, dass ich habe dort auch nur sehr selten gewohnt habe ;-) Der Mietvertrag lief seit Oktober bis Ende März, aber wenn ich auf eine Gesamtwohnzeit von insgesamt fünf Wochen komme, dann ist das schon viel. Ich war eben meist nur einen Tag (oder manchmal zwei) pro Woche dort, und die restliche Zeit bei meiner Freundin. Da war/ist es einfach schöner.

Wie auch immer, fünf Stunden geputzt, alles Tipp Topp, und dann kommt der Hausmeister und schaut sich NICHTS an! Die ganze Übergabe hat nicht mal eine Minute gedauert! Genial!

Egal, der neue Mieter und meine Ex-Mitbewohner freuen sich bestimmt.

Nach der Schlüsselübergabe war damit das Experiment „Wir ziehen nach Ost-Berlin in einen Plattenbau“ beendet. Und das durchaus erfolgreich. Von nem Plattenbau hatte ich ohnehin nicht sooo viel Gutes erwartet, aber Friedrichshain hat mir sehr gut gefallen. (Hat es zwar schon vorher, aber bisher hatte ich dort ja noch nicht gewohnt)

Das war’s mal wieder, aber zum Schluss empfehle ich euch noch dieses schöne Lied anzuhören:

...And You Will Know Us by the Trail of Dead - "Rest Will Follow"

Das gefällt mir momentan mal wieder ganz besonders gut.


Hier gibt’s noch ein Foto. Einfach drauf klicken um es größer sehen zu können. Rechts neben dem Fernsehturm sind drei etwa gleich hohe Plattenbauten zu sehen. Der mittlere Plattenbau (in grau) war meiner.